Der vernetzte Mensch - Von den Grenzen des Individuellen

„Jedem das Seine, mir das meiste!“ Unser Kulturkreis ist geprägt von einem Ethos der Individualität. Vielfach regiert die stille Überzeugung, dass man als Individuum weiterkommt, wenn man sich möglichst jeglicher Verbindlichkeiten und Abhängigkeiten entledigt.

Dem gegenüber wächst auf vielen Ebenen die Einsicht, in welch hohem Maße der Mensch in wechselseitiger Resonanz und Verbundenheit lebt. Globalisierung, Ökologie, Systemtheorie, das World Wide Web des Internet, Transpersonale Psychologie – all’ diese Stichworte belegen diesen vielfältigen Erkenntnisprozess.

Welches Verständnis dieser beiden Pole und ihrer Verbindung uns zu einer ausgeglichenen, verantwortlichen, glücklichen und auch freieren Lebensweise dienlich und hilfreich sein kann, ist noch längst nicht ausgelotet.

Der Mensch ist umfassend vernetzt, verbunden, verlinkt. Was ist das dann aber oder was kann es dann noch sein, das „Seine“, das jeder Mensch zu leben berufen sein soll?? Was bedeuten diese Verbindungen von Mensch und Welt für Menschenrecht und Menschenpflicht? Und Zukunftschancen?