Vortrag "Mythos Unabhängigkeit – Wie viel Freiheit hat und braucht der Mensch?"

von Dr. jur. Gerhard Huhn

Ein Wort »Freiheit« – und eine unüberschaubare Komplexität von Inhalten, wenn wir näher hin schauen. Da ist die philosophische Dimension der Gegenüberstellung der »Freiheit von etwas« und der »Freiheit zu etwas«. Da ist das Recht des Einzelnen vor staatlichen Eingriffen in die »freie Entfaltung der Persönlichkeit« und die ständigen obrigkeitlichen legalen wie illegalen Eingriffe in diese Rechte. Drittens die inneren Prozesse der Entscheidungsfindung des Menschen aus dem neurophysiologischen und somatischen Blickwinkel.

Gerhard Huhn setzt sich in seinem Beitrag mit diesen sich überlagernden und miteinander verschränkten Spannungsfeldern und der Bedeutung des Schutzes der Privatheit auseinander. Dies vor dem Hintergrund des freiwilligen (?)  Verzichts auf Privatheit infolge der rasant zunehmenden und von vielen auch erstrebten Transparenz bei ihren Online Aktivitäten. Es stellt sich die Frage, ob wir uns der Bedeutung von Resonanz in einem geschützten Freiraum zwischenmenschlichen Beziehungen als höchst gefährdetes Element humanen Überlebens in notwendiger Weise bewusst sind.